Essstörungen

Es ist wie ein Zwang. Die Gedanken kreisen um das Essen, den ganzen Tag. Man hat Heißhungerattacken. Oder Angst vorm Dicksein. Erbricht sich absichtlich. Treibt exzessiv Sport. Oder nimmt Abführmittel. Essstörungen haben viele Gesichter. Aber eines ist allen gemein: Das Essen verliert seine Normalität. Es drängt sich in den Vordergrund und bestimmt das Leben.
 
Bei der Magersucht (Anorexia nervosa) dominiert das Hungern und Kalorienzählen. Dem Körper wird möglichst wenig Nahrung zugeführt. Ganz anders bei der Binge-Eating-Störung: Die häufig übergewichtigen oder fettleibigen Betroffenen denken ständig ans Essen, empfinden eine regelrechte Gier nach Nahrung und stopfen sich regelmäßig voll. Bei der Ess-Brech-Sucht (Bulimie) hingegen sind die Leidtragenden meist normalgewichtig, haben aber große Angst vor Gewichtszunahme. Daher setzen sie ihren Essattacken ungesunde Maßnahmen entgegen, erbrechen zum Beispiel, betreiben exzessiven Sport oder nehmen Abführmittel.
 
Alle chronisch verlaufenden Essstörungen verursachen körperliche Beschwerden, Mangelernährung oder Fettleibigkeit sowie die dazugehörigen körperlichen und sozialen Probleme, Muskelschwund, Osteoporose, Entzündungen der Speiseröhre, Zahnschäden, sogar Herzversagen kann auftreten, wenn der Elekrolythaushalt dauerhaft gestört ist.
 
An Essstörungen leidende Patienten erfahren auf unserer Station eine ganz individuelle Behandlung. Wir stellen ein persönliches Programm zusammen, das aus verschiedenen Therapien besteht – aus analytischen Einzeltherapien und Gruppentherapien, aus Körpertherapien, kreativen Therapien sowie verschiedenen Entspannungstherapien.
 
Im Anschluss an die stationäre Behandlung unterstützen wir Sie gern im Rahmen einer tagesklinischen Behandlung bei der Rückkehr in ein normales Essverhalten.

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