Anpassungsstörungen
Es können Reaktionen auf den Verlust eines nahen Menschen sein. Es können auch Reaktionen sein auf ein Trauma, auf schwere Belastungen oder Bedrohungen, auf Unfälle, auch auf Naturkatastrophen. Man empfindet eine tiefe Verzweiflung, man kommt aus dem ‚Gestörtsein’ nicht mehr heraus, man braucht Hilfe.
Belastungen dieser Art können schwerwiegende psychosomatische Folgen haben: Angst und emotionale Einengung, Herzjagen und Schwitzen, Teilnahmslosigkeit, Schlafstörungen. In der psychosomatischen Abteilung setzen wir im ersten Schritt alles daran, die körperlichen Beschwerden zu lindern. Dies erfolgt meist im stationären Rahmen, da die reizarme, überschaubare und sichere Klinikumgebung der angespannten Situation dienlich ist. Im weiteren Fortgang der Behandlung setzen wir den Anpassungsstörungen verschiedene Therapieformen entgegen. Nicht selten erweist sich auch eine fraktionierte vollstationäre Behandlung als sinnvoll, das heißt: eine Behandlung, die aus mehreren, kürzer werdenden Aufenthalten in der psychosomatischen Abteilung besteht und ergänzt wird durch eine tagesklinische Betreuung und später eventuell auch durch eine ambulanten Psychotherapie.